04.09.2019
Konvent trifft Mehrgenerationenprojekt

Am 4. September waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kreiskirchenamt gemeinsam mit den Mitarbeitern im Verkündigungsdienst - also Pfarrerinnen, Gemeindepädagogen und Kantorin - unterwegs zum "Betriebskonvent". Ihr Ziel war der Mehrgenerationenhof Burtschütz und der danebenliegenede Burtschützer Hof, beides in Tröglitz/Elsteraue.  

Der Betriebskonvent hat Tradition im Kirchenkreis. Im Abstand von ein bis drei Jahren besuchen die Mitarbeitenden im Kreiskirchenamt und im Verkündigungsdienst einen Betrieb im Gebiet des Kirchenkreises, um sich mit Themen von Angestellten, von Betriebsräten, von Unternehmern unterschiedlichster Richtungen zu beschäftigen. Sie entdecken Anregungen für die kirchliche Arbeit, spüren der gesellschaftlichen Relevanz von Kirche nach und fördern Kontakte zwischen Kirche und Gesellschaft.

In Burtschütz läuft seit einem Jahr das Projekt "Mehrgenerationenhof". Zwei Gemeindepädagogen teilen sich eine halbe Stelle auf dem Hof, der sich im Ausbau befindet und nach Fertigstellung ca. 50 Menschen Platz bietet in Wohnungen, die für Singles, für Familien, für Junge und Alte geeignet sind. Ihr Ziel: christlich-soziale Arbeit exemplarisch auf diesem Hof zu etablieren und es ausstrahlen zu lassen in die Kirchengemeinde, den Ort und die Region. Hierbei arbeiten der Eigentümer des Hofes und die Mitarbeiter des Projektes gemeinsam, jeder verantwortlich für seinen Arbeitsbereich. Erste Familien und weitere Menschen sind schon auf dem Hof eingezogen und haben einige Projekte entwickelt, Angebote in die Kirchengemeinde eingebracht und sind im Ort und besonders dem Ortsteil Burtschütz engagiert und etabliert. Ihre Darstellung des Projekts machte alle Zuhörer neugierig auf die Zukunft. 
Verbunden mit dem Besuch dieses Projektes, das vom Kirchenkreis und der Landeskirche ("Erprobungsräume") gefördert wird, waren die Konventler auch zu Gast auf dem nebenan liegenden Burtschützer Hof. Hier entsteht seit einiger Zeit ein Bauernhof, auf dem allerhand angebaut und vermarktet wird. Hohe Qualität, Naturschutz, Vielfalt, regionale Vernetzung sind nur einige der Merkmale des Hofes. Was es bedeutet, der Verantwortung für Mensch und Natur nachzukommen - mit hohem Engagemant und Liebe zum Detail - erfuhren die Kirchenkreismitarbeiter beim Rundgang und im Gespräch mit den Angestellten auf dem Hof. 

Außer dem Blick nach außen waren, wie immer beim Konvent, auch Interna angesagt: Termine, Absprachen, die Vorstellung neuer Mitarbeitender im Kreiskirchenamt. Dazu gehörte auch die Gratulation an Elvira Tschinkel, die ihr 30-jähriges Dienstjubiläum feiert. In der Frühstückspause war reichlich Gelegenheit, manchen zu sprechen, dem man nicht alle Tage über den Weg läuft, und auch ein paar dienstliche Fragen zu klären.
Bunt, informativ, bewegt und bewegend war der Betriebskonvent, an dessen Ende sich etliche noch die Gemüsesuppe schmecken ließen, natürlich aus Produkten des Burtschützer Hofes frisch zubereitet. 
 


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