04.11.2019
Über die Verbundenheit von Judentum und Christentum beim Reformationsgottesdienst in Bad Kösen

Trotz der späten Stunde und der eisigen Temperaturen wurde auch in der Lutherkirche in Bad Kösen der Reformationstag mit einem Gottesdienst gefeiert.

Die Predigt hielt Prof. Peter Maser zu 5. Mose 6,4-9. Das ‚Sch’ma Israel‘ ist einer der wichtigsten Texte der Tora. Hier offenbart sich Gott den Juden als der Einzige. Und die Weitergabe der Erkenntnis über die Einzigartigkeit Gottes ist das Geschenk des Judentums an die Welt. Diesen Gedanken verband Maser mit der Einsicht Luthers, die zum Auslöser der Reformation wurde. Luther hatte erkannt, dass keine menschliche Handlung und schon gar nicht der Ablasshandel den Menschen vor Gott gerecht machen kann. „Die Einzigartigkeit Gottes erweist sich auch darin, dass nur er selbst den Menschen gerecht machen kann“, so Maser im Abschluss seiner Predigt. Damit verwies er auch auf die Verbundenheit zwischen Judentum und Christentum, die gerade aktuell auch im Hinblick auf das Attentat in Halle sehr bewusst betont werden sollte.

Der Posauenchor des Kirchenkreises sorgte im Zusammenspiel mit der Orgel für die schöne musikalische Gestaltung.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gemeinde in die gewärmte Winterkirche zu Lutherbier und Reformationsbrötchen ein.


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Reformationsgottesdienst in Bad Kösen 2019  (2) Foto ©Kirchenkreis Naumburg-Zeitz  Reformationsgottesdienst in Bad Kösen 2019  (3) Foto ©Kirchenkreis Naumburg-Zeitz  Reformationsgottesdienst in Bad Kösen 2019  (4) Foto ©Kirchenkreis Naumburg-Zeitz  Reformationsgottesdienst in Bad Kösen 2019  (5) Foto ©Kirchenkreis Naumburg-Zeitz