07.11.2025
Einmal Essen macht zweimal satt
Einladung zum Suppe-Essen für einen guten Zweck am 26.11. von 12.00 - 14.00 Uhr auf dem Naumburger Martkplatz.
„Einmal Essen macht zweimal satt.“ Unter diesem Motto verteilen prominente Personen ab dem 14. November in zehn Orten in Thüringen und Sachsen-Anhalt Suppe an Passanten und geladene Gäste. Der Teller wird etwa 3,50 Euro kosten. Neben dem Preis wird darum gebeten, den gleichen Betrag noch einmal als Spende zu erbringen. Die Einnahmen kommen Hilfen gegen Armut und Einsamkeit zugute.
Mit der Aktion eröffnen Kirche und Diakonie ihre Spendenaufrufe und Sammlungen zugunsten von Menschen in Not. Am 14. November werden Landesbischof Friedrich Kramer in Magdeburg und Diakonie-Vorstandsvorsitzender Christoph Stolte in Weimar die Aktion eröffnen und Suppe verteilen.
„Armut und Einsamkeit sind wachsende Probleme in unserer Region“, begründet Landesbischof Friedrich Kramer sein Engagement. „Unsere kirchlich-diakonischen Tafeln, Wärmestuben und Begegnungsstätten unterstützen täglich mehr als 3.000 Menschen. Die Tendenz ist steigend.“ Deshalb ruft der Landesbischof zu Spenden auf.
„Viele Menschen in unseren Gemeinden werden in diesen Tagen Post von mir erhalten. In dem Brief bitte ich um Spendenhilfe für die Soziale Arbeit von Kirche und Diakonie.“ Am 14. November startet die traditionelle Straßensammlung in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt statt. Ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler bitten mit ihren Sammelbüchsen bis zum 26. November um Spendenhilfe für Menschen in Armut.
„Die Unterstützung ist dringend nötig“, ergänzt Christoph Stolte. „Politisch wird der Rückbau des Sozialstaates gefordert. An vielen Stellen werden soziale Förderungen schon heute reduziert und immer mehr Menschen müssen die Tafeln nutzen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland. „So umfangreiche Kürzungen habe ich persönlich noch nicht erlebt.“ Weniger öffentliche Mittel aber erhöhen den Druck auf die Soziale Arbeit. „Die Leittragenden sind Menschen, die es ohnehin schon schwer haben: Alleinerziehende, Kinder aus Familien mit kleinen Einkommen, Kranke und alte Menschen mit niedrigen Renten.“
Die Spenden aus der Straßensammlung und dem Spendenaufruf des Landesbischofs kommen gemeinsam mit weiteren Zuwendungen dem kirchlich-diakonischen Programm „Hilfe vor Ort“ zugute. Sie fließen an Einrichtungen der Sozialen Arbeit, die sich für besonders hilfsbedürftige Menschen einsetzen. Zum Beispiel Tafeln, Wärmestuben, Begegnungsstätten und kirchliche Besuchsdienste gehören dazu. Im vergangenen Jahr konnten Menschen in Not in Thüringen und Sachsen-Anhalt mit rund 200.000 Euro unterstützt werden. Mehr Informationen sind auch unter www.hoffnungsengel.de abrufbar.
Hoffnungsengel in Naumburg
Am 26. November lädt ein Bündnis aus der Herberge zur Heimat e.V., dem BeLK e.V., dem DRK Naumburg und dem Gemeindepsychiatrischen Verbund BLK von 12.00 bis 14.00 Uhr auf den Naumburger Marktplatz. Die warme Suppe wird vom Gasthof Zufriedenheit zubereitet.